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Kompetenz ausstrahlen am Arbeitsplatz 1


Man kennt den Spruch: „Die ersten Sekunden entscheiden.“ Entscheiden über Gefallen oder Missgefallen, über Zuneigung oder Abneigung, über Angezogen oder Ausgezogen, über Geschlechtsverkehr oder Solo-Sex. Selbst App-Hersteller haben sich mittlerweile dieses Prinzip zunutze gemacht, unter anderem die Leute von Tinder. Da geht es um schnellen, unkomplizierten Partnerkontakt mittels Wischbewegungen zu Bildern. Und im Gegensatz zum Solo-Sex, oder allgemein auch als „faping“ bezeichnet, wischt man hier vorher, um hinterher den Geschlechtsakt mit einer anderen Person vollziehen zu können.

Aber nicht nur beim Sexualpartner, sondern auch bei Auto, Kleidungsstücken und Accessoires entscheidet der erste Anblick. Und das lässt sich eben auch direkt auf den Arbeitsplatz übertragen. Professionell erscheinendes Auftreten beim Arbeitgeber, den Kollegen und dem Kunden ist einfach cool und hilft im Alltag.

 

Um besser veranschaulichen zu können, was ich meine, folgendes Beispiel:

Bei welchem Anwalt fühlt man sich besser aufgehoben? Bei Anwalt A, der Essensreste, leere Flaschen, kleine Anime-Figürchen und Spielsachen auf seinem Schreibtisch stehen hat? Oder bei Anwalt B, der einen aufgeräumten, sauberen Schreibtisch präsentieren kann, auf dem fein säuberlich aufgereiht die wichtigsten Bücher des deutschen Rechts stehen und vielleicht ein Buch mit Lesezeichen versehen ist und aufgeklappt daliegt? Die Wahl fällt nicht schwer. Es ist natürlich Anwalt B. Anwalt B bekommt also das Vertrauen, die Kohle und somit den Porsche und die geilen Hühner. Und das beste daran ist: Es ist schon alles gelaufen, noch bevor Anwalt B seine Kopetenz unter Beweis stellen musste.

 

So etwas ist in jeder Arbeitsumgebung möglich! Wenn man sich dessen Bewusst ist, hat man die Möglichkeit, sein Umfeld zu täuschen. Denn ein kompetenterer Eindruck schafft Kundenvertrauen und –Zufriedenheit und somit auch Zufriedenheit beim Chef, was sich direkt auf das eigene Gehalt auswirken sollte. Und mit steigendem Ansehen (Ansehen = Gehalt) wird man nicht nur attraktiver für die hübsche Praktikantin, sondern insgesamt für das weibliche Geschlecht.

Die Kernaussage ist also, ein gut designter Schreibtisch verhilft mir zu Beliebtheit beim Chef, mehr Geld und größere Attraktivität beim anderen Geschlecht. Ein zu aufgeräumter, ja steril wirkender Schreibtisch würde aber auf seine Art auch wieder Skepsis hervorrufen. Denn das kann schnell so aussehen, als hätte man selbst zu wenig oder nichts zu tun. Deswegen muss man hier am Gesamtkonzept des Schreibtisches arbeiten und mehrere Teilaspekten in einem gesamten großen Werk verwirklichen. Wir wollen ja den Eindruck vermitteln, dass hier tatsächlich kompetent gearbeitet wird. Es ist ein schmaler Grat zwischen messy und tidy, aber es lohnt sich!

 

Hier nun, meine lieber Leserschaft, wie’s gemacht wird!

  1. Schreibtisch sauber machen lassen. (Am besten man hat jemanden, der das für einen tut. Im Notfall selbst Hand anlegen. Hier führt kein Weg dran vorbei.) Keine Essensreste, keine Kaffeeflecken! Eine Kaffeetasse darf in der Ecke stehen. Am besten mit kaltem Kaffee, sodass der Chef den Eindruck bekommt, man würde so viel arbeiten, dass man gar keine Zeit zum Trinken hat. Eine halb ausgetrunkene Wasserflasche daneben macht sich auch immer gut. Denn Wasser trinken ist gesund und zeigt, dass sich die Mitarbeiter (also wir uns) gesund halten.
  2. Ein paar wichtige Fachbücher anschaffen und auf dem Schreibtisch aufbauen, sodass die Titel gut erkennbar sind. Keine Angst, die Kosten kann man bei der Steuer geltend machen. Am besten sind es „Standardwerke“ des eigenen Arbeitsbereiches, über die schon alles wichtig gesagt wurde. Im Zweifel auch mal im Büro des Chefs umschauen. Aber nicht nur 1:1 kopieren, sonst muss man sich beim nächsten Besuch des Chefs evtl. zu seinem Lieblingsbuch äußern. Und wir wollen doch auf keinen Fall die langweiligen Schinken lesen müssen!
  3. Ein bis maximal zwei Bücher so hinlegen, als würden sie in Gebrauch sein. Eines davon aufschlagen, ggf. mit Lesezeichen versehen. Es sei jedoch gewarnt: Lesezeichen in einem Buch können eine Falle darstellen, wenn man sie wahllos platziert. Und für eine intelligente Platzierung muss man meist den Inhalt des Buches kennen. Lesezeichen sind definitiv für das fortgeschrittene Arbeitsplatz-Tuning.
  4. Ein kleiner Teil des Schreibtisches darf nicht nur, sondern sollte unordentlich aussehen. Dort machen sich kleinere, handgeschriebene Zettel und Notizen gut. Evtl. Notizen mit Telefonnummern und dem Vermerk „WICHTIG“ versehen oder unterschiedliche Visitenkarten. Das wichtigste dabei ist: Ab und zu die Unordnung variieren. Dieser Bereich des Schreibtisches soll aktuelle Arbeit repräsentieren und wenn das immer gleich aussieht, könnte die Umwelt stutzig werden.
  5. Eingeschränkt zu empfehlen sind viele Bildschirme mit kompliziertem Inhalt. Was für einen Programmiere, Grafikdesigner oder Arzt durchaus sinnvoll ist, ist für andere Berufszweige, wie Anwälte nicht sinnvoll. Von Anwälten erwartet man das Durchstöbern schwerer, staubiger Bücher mit viel Wissen drin, aber keine Website, die die Tücken des Rechtes kennt. Sonst könnte man das ja selbst, als Programmierer, Grafikdesigner oder Arzt. Wenn man sich aber für Bildschirme mit Inhalt entscheidet, dann immer schön darauf achten, dass das Gesamtbild professionell aussieht. Die Internetseite der Gamestar neben der Internetseite der PCGames wären hier eher kontraproduktiv. Auch sollte man aufpassen, dass nicht zu viel Werbung auf der Seite ist, da das schnell unprofessionell aussehen kann. Eine komplizierte Wikipediaseite oder ein intelligent gewählter Suchbegriff auf Google wirken hier Wunder.

 

Ich weiß, das mag sich auf den ersten Blick sehr kompliziert lesen. Und man wird sich fragen: „Wie kann ich die Umsetzung nur schaffen?“ Schrittchen für Schrittchen! Eines nach dem Anderen! Aufräumen, Sauberkeit und die Fachbücher haben erst mal oberste Priorität. Das ist etwas, das kann wirklich jeder. Ein kleiner Schritt zum höheren Gehalt, zu den hübschen Praktikantinnen, zur steigenden Attraktivität beim Chef und den Schnitten! Der Rest kommt automatisch mit zunehmendem Erfolg.

Dem aufmerksamen Leser wird hingegen nicht entgangen sein, dass es sich hierbei um Tips für das männliche Geschlecht handelt. Und das ist auch richtig so. Das weibliche Geschlecht ist von Natur aus benachteiligt. Frauen müssen mehr arbeiten und verdienen weniger bei gleicher oder besserer Qualifikation. Sagen zumindest die FrauenrechterInnen und Emanzen, wie z.B. Alice Schwarzer, unsere Verteidigungsministerin, die Familienministerin, die Hippies von der Linken, die Möchtegern-Hippies von den Grünen usw. usw.

Und da Frauen im Allgemeinen viel ehrgeiziger sind als Männer und sich ständig selbst beweisen müssen, wie kompetent und großartig sie in ihrem Berufszweig sind, gibt es hier auch kein Optimierungspotential mehr. Frauen sind meist schon am oberen Ende der Möglichkeiten angelangt und müssen ganz einfach damit leben, was sie bekommen!

 

Über Friedrich Nix

Friedrich Nix ist aktives Mitglied der "Ronin of Amarak" in Star Citizen und Elite: Dangerous. Im Internet auch bekannte als DoctorDigital oder seltener TheKinping oder ShadowRAM. Seit den 80ern sitzt Nix am Computern - zuerst "IBM-kompatible" PCs, später dann Commodore Computer und anschließend die moderne Generation der x86 und aktuell natürlich die x64 Generation. Grundsätzlich beschäftigt Friedrich Nix sich gerne mit Computerspielen und neuen Ideen. Doch sein präferiertes Genre sind die Space Sims. Ab und zu streamt er eine Computerspiele Session über Twitch, manchmal mischt er Musik live im Internet als SONO.