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IFCS – Intelligent Flight Control System


Männer brauchen keine Anleitungen. Und schon gar keine Flughilfen. Warum auch? Wir als Krone der Schöpfung müssen doch die Kräfte direkt spüren, die auf uns wirken. Das gilt für die heimische Mikrowelle genauso wie für die Fahrhilfen im Auto und selbstverständlich auch für das Intelligent Flight Control System – kurz IFCS – in Star Citizen.

Warum man(n) sich vielleicht doch diesen Beitrag durchlesen sollte, wird klar, wenn man sich etwas mehr mit den Flughilfen bei Star Citizen beschäftigt hat.

Nachfolgend ist das innere HUD der F7C-M SuperHornet dargestellt und ich möchte euch die Elemente unten rechts im Bild (COUPLED, GSAFE, COMSTAB und ESP) erklären.

 

COUPLED – Hierbei handelt es sich um ein System, das den Richtungsvektor des Raumschiffs bestimmt. Schalte ich COUPLED aus (Standardtaste CAPS), dann bleibt der Richtungsvektor meines Raumschiffes und die Geschwindigkeit erhalten. Ich kann das Raumschiff um die eigene Achse drehen, ohne dass die Flugrichtung geändert wird. Besonders zu empfehlen, wenn man z.B. an einem großen Trägerschiff vorbeifliegt und den Passagieren das imposante Schiff näher bringen will. Mit COUPLED OFF (oder DECOUPLED) kann ich den optimalen Blickwinkel wählen, während ich mit gleichbleibender Geschwindigkeit am Trägerschiff entlang fliege. Selbstverständlich auch für Stationen geeignet.

 

GSAFE – Ein wichtiges Flugsystem für Verachter der filigranen Flugsteuerung. In Star Citizen werden Fliehkräfte (Momentum) im Raumschiff berechnet und bei sehr schnellen Flugmanövern kann das simulierte Blut entweder zu schnell in die simulierten Beine absacken oder zu schnell in den simulierten Kopf steigen, sodass dann ein sog. Blackout oder Redout passiert. Das Resultat ist, dass der Pilot eine kurze Zeit ohnmächtig wird und das Raumschiff steuerlos im All herumtreibt. Unangenehm im Kampf oder im Asteroidenfeld. GSAFE soll nun den Piloten davor bewahren, indem es Flugmanöver unterbindet, die den Piloten ohnmächtig werden lassen. Das heißt aber auch, dass extrem schnelle Fluglagenwechsel nicht möglich sind, wenn GSAFE aktiviert ist.

 

COMSTAB – auch bekannt als COMbat STABility. Dieses System soll präzisere Flugmanöver im Kampf zulassen. Aktiviert sorgt es dafür, dass ein zu starkes Driften unterbunden wird. Entsprechend werden die Flugmaneuver an die Kapazität der Steuerdüsen angepasst. Das Resultat ist eine Art “Anti-Schlupf-System” im Raumkampf. Das Raumschiff driftet nicht mehr so stark, allerdings sind so auch weniger dramatische Fluglagen möglich.

Wenn man in den Optionen keine extra Tasten für GSAFE und COMSTAB belegt, schaltet man standardmäßig mit CTRL+CAPS die beiden Systeme durch.

 

ESP – steht für Enhanced Stick Precision. ESP kann man in den Optionen an- oder abschalten und man kann auch dafür selbstverständlich eine Taste belegen. Enhanced Stick Precision bedeutet, dass man präziser zielen kann. Wenn man das Fadenkreuz über das Ziel führt, werden die Steuerungseingabem leicht korrigiert, um eine erhöhte Präzision zu ermöglichen. Dieser Effekt ist nur unmittelbar am Ziel zu spüren. Ruckartige kleine Bewegungen werden korrigiert, sodass der Pilot das Ziel präziser im Fadenkreuz halten kann. Bei Star Citizen werden alle Eingabemethoden durch ESP unterstützt. Natürlich das HOTAS, aber auch die Maus oder, wenngleich aktuell nicht aktiviert, das Head-Tracking.

 

FAZIT – Friedrich Nix hat am Start eines Kampfes GSafe und COMSTAB deaktiviert und ESP aktiviert. Aber jeder Pilot muss es mindestens einmal selbst ausprobieren! Auch habe ich die Erfahrung gemacht, dass nach einigen gezielten Cockpit-Treffern durch Schäden an der Avionik realtiv schneller Blackouts oder Redouts eintreten. Und so kann es sinnvoll sein, im Verlauf eines Kampfes GSafe einzuschalten. Mit COMSTAB habe ich aktuell noch keine großen Erfahrungen gesammelt. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es sinnvoll dann eingesetzt werden kann, wenn das Schiff sehr stark driftet. ESP hingegen passt mir ganz gut. Das präzisere Zielen sagt mir durchaus zu. Den DECOUPLED Modus benutze ich im Normalfall nicht. Vermutlich entspricht er nicht so ganz meiner Flugweise. Ich kann aber Piloten sehen, die dieses System sinnvoll einsetzen und zu ihrem Vorteil nutzen.

 

Über Friedrich Nix

Friedrich Nix ist aktives Mitglied der "Ronin of Amarak" in Star Citizen und Elite: Dangerous. Im Internet auch bekannte als DoctorDigital oder seltener TheKinping oder ShadowRAM. Seit den 80ern sitzt Nix am Computern - zuerst "IBM-kompatible" PCs, später dann Commodore Computer und anschließend die moderne Generation der x86 und aktuell natürlich die x64 Generation. Grundsätzlich beschäftigt Friedrich Nix sich gerne mit Computerspielen und neuen Ideen. Doch sein präferiertes Genre sind die Space Sims. Ab und zu streamt er eine Computerspiele Session über Twitch, manchmal mischt er Musik live im Internet als SONO.