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Ekel und Fetisch – Die Grenze ist schmal 1


Heute erreichte mich die Geschichte einer jungen Frau, die immer wenn sie scheiße drauf ist, sich die Füße fotografiert und die Bilder auf ihren Instagram Account hochlädt. Sie bekäme dann in kurzer Zeit jede Menge „likes“ und würde sich wieder gut fühlen. Man ist ja nicht prüde, man kennt sich aus und denkt: „Soweit, so gut. Fußfetisch halt.“

…wenn die Geschichte hier schon zu Ende gewesen wäre. Aber sie geht noch ein ganzes Stück weiter. Die junge Dame hatte nach ihrem letzten mentalen Schwächanfall und füßlicher Fotosession aber neben ein paar „likes“ auch noch eine Nachricht eines Fans bekommen, eines Verehrers, der ihr sinngemäß schrieb, dass er sich sehr über die Fußbilder freue und sie sehr schöne Füße hätte. Und dass er regelmäßig und gerne zu ihren Fußbildern sich einen runterholen würde (Ja – richtig gelesen. Er masturbiert dazu!). Jeder halbwegs normale Mensch würde nun sagen „WTF? Was ein kranker Typ!“. Nur dass sich die Fußbild-Frau durch die angekündigte Selbstbefriedigung zu ihren Füßen nicht angeekelt fühlt, sondern es ihr schmeichelt.

Zum Thema: Fetisch und Ekel liegen offensichtlich recht nah beieinander. Denn wo sich die eine geschmeichelt fühlt und der andere onanierend vor dem Computer auf Fußbilder schaut, werden viele andere Menschen der Meinung sein, dass das vielleicht etwas ekelig sei!

Mittlerweile bin ich überzeugt, dass es nichts gibt, was die Welt noch nicht gesehen hat. Zuletzt habe ich einen YouTube Kanal eines übergewichtigen (SEHR ÜBERGEWICHTIGEN) Nerds gefunden, der sich selbst filmt während er mit einem VR Headset Horrorspiele spielt. Und auch er hatte jede Menge Zuschauer und Follower. Wow! Warum ist mir das nicht eingefallen…? Und auch hier: Für die einen ekelig, für die anderen Fetisch.

Fakt ist doch: Mit der normalen Nylon Strumpfhose oder einem Spitzen-BH kann man heute keine Spaghetti mehr vom Teller ziehen. Da braucht’s schon mehr: Natursekt, Kaviar, wildes masturbieren und/oder gegenseitig auf Körper urinieren.

Jedem das seine. Leben und leben lassen ist da meine Devise. Denn solange die niemandem was antun und unter ihresgleichen sind, können sie ja gerne machen, was sie wollen. Dürfen das ganze ins Internet übertragen, Gleichgesinnte finden, eine Gesprächsgruppe bilden und gegenseitig ihren Fetisch befriedigen. Vielleicht sogar heiraten.

So –ich für meinen Teil werde mir jetzt erst mal ein paar Fußbilder großformatig über ein VR Headset in Feinripp Unterhemd vor dem Computer sitzend anschauen, ein paar „likes“ verteilen und geduldig abwarten, ob sich was bei mir in der Hose regt. Und wenn ich ganz gut drauf bin, übertrage ich das ganze live ins Internet oder stelle es bei YouTube rein…

 

Über Friedrich Nix

Friedrich Nix ist aktives Mitglied der "Ronin of Amarak" in Star Citizen und Elite: Dangerous. Im Internet auch bekannte als DoctorDigital oder seltener TheKinping oder ShadowRAM. Seit den 80ern sitzt Nix am Computern - zuerst "IBM-kompatible" PCs, später dann Commodore Computer und anschließend die moderne Generation der x86 und aktuell natürlich die x64 Generation. Grundsätzlich beschäftigt Friedrich Nix sich gerne mit Computerspielen und neuen Ideen. Doch sein präferiertes Genre sind die Space Sims. Ab und zu streamt er eine Computerspiele Session über Twitch, manchmal mischt er Musik live im Internet als SONO.


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